Aktuelles aus dem Landesverband

Wie wünschst Du dir das Radwegenetz in deiner Stadt?

07.01.21

Copyright ADFC Hamburg


Ein durchgängiges Netz attraktiver und sicherer Radwege - das soll durch das Klimapaket der Bundesregierung entstehen. Mit der Aktion "ADFC-Mapathon" können Bürger*innen jetzt dabei ihre eigenen Ideen einbringen und so eine Rad-Stadtkarte entwickeln, die ihren Bedürfnissen entspricht.

Bei dem bundesweiten Projekt bieter der ADFC einen kostenlosen Leitfaden an, der von kleinen Teams einfach umgesetzt werden kann und auch noch Spaß macht. Egal, ob örtliche ADFC Gruppe oder Radentscheid-Team: Mit dem Mapathon-System könnt ihr spielend einfach anfangen und schnell ein Ergebnis vorweisen. 

Die Basis bilden vorhandene Karten, Pläne, Verkehrszählungen, Verkehrsentwicklungs- und Luftreinhaltepläne. In ihnen entdeckt ihr wichtige Startpunkte und Ziele des Radverkehrs und verknüpft sie zu einem zusammenhängenden Radwegenetz in eurer Stadt.

Tipps zum Schnellstart

  • Das Radwegenetz soll sicher und komfortabel genug sein, um Menschen aller Altersstufen zum Radfahren einzuladen.
  • Als Datenplattform schlägt der ADFC das einfach zu bedienende Programm UMap auf der Basis von OpenStreetMap vor.
  • Ergänzt wird das Handbuch durch Tipps und Materialien zur Multiplikatoren- und Öffentlichkeitsarbeit. 

Darum lohnt sich das Mitmachen

Im Klimapaket der Bundesregierung heißt es: „Wir wollen geschlossene Radverkehrsnetze aus Fahrradstraßen“ und die „Umwandlung von Fahrstreifen in geschützte Radfahrstreifen“.

Zentrale Voraussetzung für beides ist die Idee eines Radverkehrsnetzes, das nicht nur sicher ist und erkennbar zum Radfahren einlädt, sondern das auch alle wichtigen Quell- und Zielorte in der Stadt miteinander verknüpft.

Für die Umsetzung des Klimapaketes hat das Bundesverkehrsministerium (BMVI) für die nächsten drei Jahre viel Geld eingeplant. Durchgänge Radverkehrsnetze – oder die Idee davon – sind bisher jedoch in kaum einer NRW-Kommune vorhanden. Das will der ADFC durch das Mapathon-Projekt ändern.

So funktioniert der ADFC-Mapathon

In einem Mapathon tragen unterschiedliche lokale Akteure ihr Wissen zusammen und führen es in ein wünschenswertes Radnetz für ihre Stadt oder Kommune zusammen. Dabei geht es nicht um die bestehende Infrastruktur, sondern um die Entwicklung eines Wunschradnetzes, das es allen Einwohner*innen ermöglicht, zügig und sicher auf direktem Wege ihre Ziele zu erreichen.

Damit bietet der Mapathon allen interessierten Bürger*innen die Möglichkeit, sich zeitlich begrenzt und effektiv für besseren Radverkehr vor Ort zu engagieren und das Lebensumfeld zu verbessern.

Ein Prozess in vier Schritten

Natürlich muss ein solcher Mapathon erstmal gestartet und vorbereitet werden. Und wenn das Radverkehrsnetz erarbeitet wurde, muss es in die breite Öffentlichkeit und in die politische Diskussion gebracht werden. Die ist aber in vielen Städten bei uns in NRW schon im Gange. So sind aktuell Radentscheide in Aachen, Bielefeld, Essen und Marl in der Umsetzung, Bonn in der politischen Phase und weitere Städte in den Startlöchern. 

Falls Du noch nicht im ADFC aktiv bist, suche Kontakt zu Deiner Gruppe vor Ort. Sie geben dir gerne Tipps und vielleicht stellt ihr gemeinsam was auf die Beine.

Hier findest Du das Handbuch zum Mapathon des ADFC im blauen Kasten


© 2021 ADFC ADFC im neanderlandOrtsgruppe Haan