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Radschnellweg OWL gewinnt im Wettbewerb - aber Bielefeld ist abgehängt

20.11.13
Kategorie: Bielefeld, Aktuelles, Verkehr, Mobilität, Verkehrsplanung, Verkehrspolitik
Kein Radschnellweg in Bielefeld? Hier muss zusammenwachsen, was zusammengehört! - Foto: U. Kalle/ADFC NRW, Grafik: VCD OWL, Montage: C. Matz

Kein Radschnellweg in Bielefeld? Hier muss zusammenwachsen, was zusammengehört! - Foto: U. Kalle/ADFC NRW, Grafik: VCD OWL, Montage: C. Matz


NRW fördert Abschnitt Minden - Herford

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek hat am 20. November 2013 in Düsseldorf die Gewinner des „Planungswettbewerb Radschnellwege“ ausgezeichnet. Das Land finanziert den Siegern die Planung ihrer Radschnellwegprojekte. Über die Förderung freuen dürfen sich fünf Projektträger in ganz NRW, darunter auch einer in Ostwestfalen: Hier sollen die Städte Herford, Löhne, Bad Oeynhausen, Porta Westfalica und Minden miteinander verbunden werden.

Der ADFC Bielefeld freut sich, dass das Projekt eines Radschnellweges von Minden nach Herford von der Landesregierung als eines der Gewinnerprojekte ausgewählt wurde. Das Land übernimmt für diesen Radschnellweg die Planungskosten. 

"Dies bedeutet eine wichtige Stärkung des Fahrrades im Alltagsverkehr. Der Radschnellweg bietet vielen Berufspendlern einen Anreiz, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen, so etwas für ihre eigene Gesundheit tun und nebenbei noch die Umwelt zu schonen und die Straßen von Staus zu entlasten", macht der ADFC Bielefeld die Vorteile des Radschnellweges deutlich. 

Er kritisiert aber auch die Stadt Bielefeld: "Bielefeld hat sich im Sommer gegen eine Teilnahme am Wettbewerb ausgesprochen, obwohl die Finanzierung der Vorstudie kein Problem gewesen wäre. Durch diese falsche Entscheidung wird Bielefeld von der Entwicklung in der Region abgehängt. Dies zeigt außerdem, dass in Bielefeld die Radverkehrsförderung nur in Sonntagsreden vorkommt." 

Der ADFC Bielefeld fordert daher den Oberbürgermeister und die Ampelkoalition auf, zügig mit den an dem Radschnellweg beteiligten Kommunen und der Landesregierung Kontakt aufzunehmen, um Möglichkeiten der nachträglichen Beteiligung an dem Projekt zu klären. 

C. Hanke

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