Gewählter Aktueller Beitrag aus den Ortsgruppen

Elbe-Radwanderung Magdeburg-Dresden

26.07.14
Kategorie: Aktuelles, Radreisen, Lüdinghausen, Presse

Brücke bei Magdeburg



Hundertwasser-Haus in Magdeburg



Weltrad in Schönebeck



Dessau-Wörlitzer-Gartenreich



Elbequerung bei Elster



Weinprobe Weingut Hanke in Jessen



Torgau - Denkmal der Begegnung



Trinkwasser-Bar



Rathaus in Meißen



Rast in Radebeul



Blick auf Elbschlösser bei Dresden



Jugendstilvilla in Dresden


Tourbericht der Radtour des ADFC Lüdinghausen über 375 km vom Juli 2014

Als am Sonntag Morgen, dem 13. Juni alle Teilnehmer pünktlich die Räder in den Radanhänger verladen hatten und gesund im Bus saßen, freute das besonders den Tourenleiter Klemens Rave. Im Reisebus wurden noch einige Informationen weitergegeben und ein kurzes Stoßgebet für eine gute Fahrt in einer harmonischen Gruppe gesprochen.

Über die Trogbrücke des Mittellandkanals querte die Radlergruppe die Elbe und radelte durch Industriegebiete und das Bundesgartenschaugelände von 1999 zum Magdeburger Dom. Hier und an weiteren geschichtsträchtigen Haltepunkten erfuhren wir Wissenswertes von Heinz Reuter. Ein erster Regenschauer wurde in der "Grünen Zitadelle", einem Gebäude von Friedensreich Hundertwasser, abgewartet. Durch den Stadtpark Rotehorn und weiter über hohe Elbedeiche führte der Radweg später über Straßen und Feldwege zur ersten Übernachtung in einem kleinen Hotel direkt an der Elbe in Schönebeck.

Das Endspiel der Deutschen Fußballmannschaft wurde dann in einer nahegelegenen Gaststätte angesehen. Gemeinsam mit weiteren Besuchern zitterte man dem Sieg entgegen.

Sonnenschein lockte die RadlerInnen am nächsten Morgen zum Frühstück auf die Elbterasse. Bei Barby wurde die Elbe das erste Mal mit einer Gierseil-Autofähre überquert. Leicht abenteuerlich war dagegen das Übersetzen bei Regen mit einer kleinen Personenfähre bei Brambach. Suchend führte der Tourenleiter, auch mal mit Umkehrungen, durch das Biosphärenreservat und das Wörlitz - Dessauer Gartenreich zum Schloss Georgium. Nach dem die Radelgruppe einer Dame zum 90. Geburtstag ein Ständchen gesungen hatten gab es als Dank einen leckeren Schluck. Anschließend ließ sich die Radlergruppe Kaffee und Kuchen in dem reservierten Restaurant schmecken. Mit Blick auf die Elbe und die Elbauen radelte man vorsichtig über einen schmalen Dammpfad Richtung Wörlitz.

Am nächsten Morgen schlich die Gruppe zunächst ein wenig durch den Park und nutzte bei Coswig wieder die Autofähre, um kilometerlang an der Bundesstraße entlang in die Lutherstadt Wittenberg zu radeln. Wiederum nach einigen informativen Sätzen von Heinz Reuter konnte jeder die Innenstadt für eine Stunde auf eigene Faust erkunden. An dem von Hundertwasser umgebauten Luther-Melanchthon-Gymnasium vorbei ging es durch die Elbauen Richtung Jessen. Während des Abendessens stellte Bürgermeister Brettschneider ein wenig die Stadt und ihre Entwicklung in den Nachwendejahren vor.
Für den Abend war hier eine Weinprobe mit Winzerschnittchen auf dem nördlichsten Weingut Deutschlands an der Schwarzen Elster gebucht. Frau Hanke erläuterte leicht und spritzig, mal in Mundart, die Entwicklung der einzelnen Weinsorten und wusste auch jeweils eine Anekdote zu den Namensgebern. Die meisten Teilnehmer wunderten sich über die Qualität und den Geschmack, hatten sie doch eher etwas säuerliche Weine erwartet.

Am Mittwoch wurde Halt in Torgau am "Denkmal der Begegnung" gemacht. Der Innenhof von Schloss Hartenfels mit dem Wendelstein und der Marktplatz wurden in Augenschein genommen. Die "1. Deutsche Radfahrerkirche" in Weßnig bot Anlass zur Besinnung. Nach einem Gang zur Elbe und anschließender Einkehr in einer kleinen Hausbrauerei wurde in der Rolandstadt Belgern übernachtet.
Um 9.00 Uhr hieß es wieder "Aufsitzen". An kleinen Dörfern und Kolken vorbei radelte die Gruppe über die neue Straßenbrücke bei Mühlberg auf die rechtselbische Seite bis zur Mittagspause in Riesa.
Zu Fuß wurde am Abend die Innenstadt von Meißen erkundet. Die Albrechtsburg stand am Morgen noch auf dem Plan. Von hier aus hatte man einen schönen Ausblick auf die näheren Dachlandschaften, die Elbe mit der Altstadtbrücke und in den gegenüberliegenden Stadtteil.

Nur noch ca. 30 km radelte die Gruppe weiter bis in die Innenstadt von Dresden. Beginnend mit einem Besuch in der Frauenkirche unternahmen die Radler um 15.00 Uhr mit einem Radstadtführer eine besonders durch die äußeren Stadtteile verlaufende Stadtführung. Leicht oberhalb der Stadt Dresden, im urigen Biergarten des Brauhauses Waldschlösschen, wurde bei Sonnenschein der letzten Abend genossen.
Unter der Stahlbrücke "Blaues Wunder" her führten die letzten 15 km zum Schloss Pilnitz. Hier wartete schon der Reisebus mit Radanhänger zur langen Rückfahrt.

Dank Vorsicht und Rücksichtnahme jedes einzelnen und der Schlussleute Norbert Beisenkroll, der immer mehr Werkzeug mitführt und Paul Heiming, der zusätzlich unterwegs die Kasse führte, konnte der Tourenleiter nach ca. 375 km feststellen, dass die Gruppe ohne größere Vorfälle nach einer erlebnisreichen Woche wieder heil im Münsterland angekommen ist.

Die Fotos hat Wolfram Ernst beigesteuert.

Klemens Rave

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