Gewählter Aktueller Beitrag aus den Ortsgruppen

Idyllische Biotope rund um Lüdinghausen

15.06.14
Kategorie: Aktuelles

Tourteilnehmer



Feuchtbiotop



Knabenkraut



Junger Steinkautz



Alpakas gibt es auch in Schwarz



Informationen von Bernd Brüning (3. v. l)


BUND und ADFC auf gemeinsamer Radexkursion zu Naturschätzen rund um Lüdinghausen

Eine vierstündige Radtour rund um Lüdinghausen führte Mitglieder und Freunde von BUND und ADFC am Sonntag zu verborgenen  Naturschätzen, die von den Naturschützern im Ehrenamt gepflegt werden.
Unter der Leitung von Heinz Schlüter und Bernd Brüning (ADFC und BUND) führte die Tour zunächst zu den Feuchtbiotopen am Seppenrader Verbandsweg, um die Blütenpracht der Knabenkräuter zu bestaunen.
Am Fuß des Seppenrader Berges wurden die Obstwiesen besichtigt. Hier brütet der Steinkauz, ein Charaktervogel der Obstwiesen, in speziellen Brutröhren. Die Jungtiere sind schon bald flügge und beeindrucken mit ihren großen Augen und ihrem“klugen Blick“.
Weiter ging es zum Kanalseitenweg, wo die Blütenpracht einer aufwändig gepflegten Wiese eindrucksvoll das Potenzial der Landschaft darstellt, wenn man den Blütenpflanzen eine Chance gibt. Durch die Berenbrocker Wälder, deren Schäden durch das Unwetter vor einer Woche an vielen Stellen noch deutlich sichtbar waren, gelangte die Gruppe in die Bauerschaft  Aldenhövel. Hier besitzt der BUND zwei Biotope, Ausgleichsflächen, die dem Naturschutzverband zwecks Pflege übereignet wurden. Ein ehemaliger Acker hat sich hier in den vergangenen zwölf Jahren zu einem Wald entwickelt, wo sich Bäume frei entwickeln können, Freiflächen aber auch Platz lassen für zahlreiche Blütenpflanzen. Holzhaufen sind beliebte Sonnenplätze für Waldeidechsen. Eine große Obstwiese fügt sich harmonisch in die alte bäuerliche Kulturlandschaft ein, das Heu wird allerdings nicht mehr von Kühen, sondern von den Alpakas der Nachbarschaft gefressen. Eine Fruchthecke und neu angelegte Blänken ergänzen das vielfältige Landschaftsbild.
Die Teilnehmer der Radexkursion waren sehr beeindruckt von der Vielfalt und der Schönheit der Biotope, zeigten aber auch ihr Erstaunen über den ehrenamtlichen  Arbeitseinsatz im Sinne der Bewahrung der Schöpfung.

Bernd Brüning

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