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Zum Naturgarten Altena in Werl-Hilbeck

01.07.15
Kategorie: Aktuelles, Presse

Staudengarten im Naturgarten Altena



Naturgarten Atlena



Radelgruppe des ADFC im Garten



Ingrid Altena führt durch den Garten



Detail im Staudengarten



Seseke-Radweg



Wallfahrtskirche in Werl



Beim Italiener "La vecchia Chiesa"



Pater Reinhard im "Forum der Völker"



Windpark Hilbeck



200 m hohe Windkraftanlage


Radtour zum Naturgarten Altena, zum Museum "Forum der Völker" in Werl und zum Windpark in Werl-Hilbeck.

Alle Mitradler waren sich einig, diese wunderschöne und interessante zweitägige Radtour, die der ADFC Lüdinghausen am letzten Juni Wochenende durchführte, war wieder ein echter Knaller. 

Start war am frühen Samstagmorgen, dem 27. Juni vom Marktplatz in Lüdinghausen. Von dort führte Wilhelm Beckmann eine Gruppe von 20 Radlern auf die etwa 130 km lange „Flotte Tour“ und gab damit sein Debüt als  ADFC Tourenleiter.

Auf den wunderschönen Wegen des Radelparks ging die Tour über Werne nach Bergkamen zur Marina Bergkamen- Rünthe. Auf als Radwege ausgebauten Alleen ehemaliger Bahntrassen und entlang des landschaftlich schönen Seseke-Radweges, wurde am frühen Nachmittag der Naturgarten Altena in Werl- Hilbeck erreicht.

Hier hat die Familie Altena in jahrelanger Arbeit einen etwa 5000 m² großen Naturgarten angelegt und präsentiert diesen nicht nur am „Tag der offenen Gärten“, sondern auch für interessierte Besuchergruppen. Ingrid Altena, Schwester des Tourenleiters, führte die die Gruppe durch ihren wirklich sehenswerten Staudengarten mit seinen hunderten von Pflanzen und einem Feuerwerk von Blüten, durch den Waldgarten mit lauschigen Sitzgruppen unter hohen Bäumen und zu einer naturnah gestalteten Teichlandschaft. So ein Biotop wünscht sich wohl jeder Gartenfreund, aber die Arbeit die darin steckt, kann man kaum ermessen. Die gärtnerischen Prinzipien hinter dieser intensiven Art der Gartengestaltung und ihre Pläne für die Zukunft wurden von der Hausherrin bei Kaffee und leckerem selbstgebackenem Kuchen erläutert.

In der nahegelegenen Stadt Werl, die für Wallfahrten und für die  Salzsiederei bekannt ist, wurde Quartier bezogen. Am frühen Abend wurde die Wallfahrtskirche besichtigt bevor es „beim Italiener“ zum Essen ging, einem Restaurant mit ganz besonderem Flair, denn es befindet sich in einer umgewidmeten ehemaligen Kirche.

Am Sonntagmorgen stand dann das Werler Museum „Forum der Völker“ auf dem Plan. Franziskaner Pater Reinhard führte durch die umfangreiche und sehenswerte völkerkundliche Sammlung und hatte sich dabei ein spannendes Thema zum Schwerpunkt gewählt: „Was verbindet und was trennt die großen Religionen der Welt“. Auch die Christenverfolgung in heutiger Zeit, z.B. durch den IS oder Taliban und die damit verbundene sinnlose Zerstörung des Weltkulturerbes, blieb nicht unerwähnt.

Wieder auf dem Rad, wurde der Bürgerwindpark Hilbeck angesteuert. Hier konnten nebeneinander ältere und auch drei gerade erst in Betrieb genommene, große Windkraftanlagen in Augenschein genommen werden. Mitbegründer Werner Sudhoff wusste spannend davon zu erzählen, dass die ersten Windräder gebaut wurden, um eine dort geplante, gigantische Giftmülldeponie zu verhindern. Bei den neuen Windrädern konnte ein  Blick in den fast 140 m hohen Turm geworfen werden. „Auch hier gab es Diskussionen über unsere Anlagen, aber eine breite Bürgerbeteiligung sorgte schließlich für die Akzeptanz dieser erneuerbaren Energie“ bemerkte Windbauer Thomas Ekey.

Auf dem Rückweg ging es wieder über ein Teilstück des Bahntrassenradwegs nach Hamm und nach einer Pause, weiter in Richtung Schloss Westerwinkel. Über Capelle, Nordkirchen und Westrup erreichte die Gruppe am Sonntagabend wieder den Marktplatz in Lüdinghausen.

Hier finden Sie den Track zur Tour .

Herbert Baur

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