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Kreis Unna wird in die AGFS aufgenommen

09.11.09
Kategorie: Aktuelles
Die Auswahlkommission der AGFS. Foto: Kreis Unna

Die Auswahlkommission der AGFS


Nun ist es amtlich: Der Kreis Unna wird in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) aufgenommen. Dies entschied eine hochrangig besetzte Kommission des Landes am 26. Oktober nach Abschluss einer ganztägigen Bereisung.

Michael Makiolla war als Landrat des Kreises und als leidenschaftlicher Radfahrer gleichermaßen begeistert. "Wir bauen das Radwegenetz seit Jahren sowohl für Alltagsradler als auch für Erholungsuchende aus. Die Auszeichnung zeigt, dass wir diese Aufgabe mit ebenso viel Erfolg wie Sachverstand erledigen."

Der Landrat machte kein Hehl daraus, wie Stolz der Kreis und alle, die auf diese Auszeichnung hingearbeitet haben, auf den Erfolg sind: "Das Siegel bestätigt, dass wir radtouristische Aktivitäten erfolgreich mit der Förderung einer umwelt- und klimafreundlichen Mobilität im Freizeit- und Alltagsverkehr zu verbinden wissen."

Der Auswahlkommission unter Leitung des Verkehrsausschussvorsitzenden Wolfgang Röken (MdL), der Geschäftsführerin der AGFS, Christine Fuchs (Krefeld), und Peter London, beim Ministerium für Bauen und Verkehr in Düsseldorf zuständig für Radverkehrsförderung, wurden nach der Begrüßung im Kreishaus die wesentlichen Inhalte der Bewerbung des Kreises Unna vorgestellt.

Beeindruckt zeigten sich die Kommissionsmitglieder auch von den Voraussetzungen, die radfahrenden Beschäftigten im Kreishaus geboten werden. "Eine Fahrradgarage und vor allem Wasch- und Umkleideräume für Radfahrer, das hat nicht jeder", so Rüdiger Jungblut aus Erkrath. Nach einem Besuch des Fahrradmuseums bei der AWO in Südkamen fuhr die Kommission im VKU-Bus mit Fahrradanhänger zur Marina Rünthe und testete deren Erreichbarkeit für Radfahrer. Nach der Fahrt über die ehemalige Zechenbahntrasse bis zum heutigen Endpunkt am Südrand von Werne überzeugten auch die vorbildlichen Radwegebaumaßnahmen des Kreises an der Varnhöveler Straße zwischen Werne und Cappenberg (K 19), entlang der Straße "Am langen Kamp" in Kamen-Methler (K 9) sowie entlang des Afferder Weges in Kamen (K 39). Selbstverständlich gehörte ein Abstecher zum Schloss Cappenberg und der Stiftskirche als herausragende, auch radtouristisch gut erschlossene Sehenswürdigkeiten zum Programm.

Sehr angetan zeigte sich die Kommission zudem über die vielfältigen Aktivitäten des Kreises Unna als Projektinitiator, -moderator und -koordinator. Der Kreis Unna kooperiert - u.a. auf der Grundlage von Radverkehrs- und Tourismusarbeitskreisen - traditionell gut mit den Städten und Gemeinden, dem ADFC sowie mit der AWO, deren zahlreiche Radstationen mit dem Verleihsystem Revierrad ein wichtiges Rückgrat des Radverkehrs im Kreisgebiet bilden. Auch ein hausinterner Arbeitskreis "Fahrradfreundlicher Kreis" hatte in den letzten Wochen seine Arbeit erfolgreich aufgenommen.

Der Kreis Unna überzeugte bei der Kommission darüber hinaus durch sein Engagement bei der Veranstaltung von Radverkehrskonferenzen, Teilnahmen an (rad-)touristischen Messen, der engagierten Produktion von (rad-)touristischem Karten- und Informationsmaterial (z. B. die erfolgreiche Broschüre bahn+bike), durch die kreisweite Vereinbarung zum Bau (und Abbau) von Umlaufsperren, seine Organisation der Unterhaltung der kreisweiten Radwanderwegebeschilderung, durch seine Erarbeitung eines kreisweiten Radverkehrskonzeptes und nicht zuletzt durch die im Jahre 2009 ins Leben gerufenen Fahrradbuslinien.

Sabine Leiße vom Kreis Unna wies auf die radtouristischen Vorbereitungen auf das Kulturhauptstadtjahr 2010 hin und stellte dar, dass derzeit die Entwicklung einer Radroute mit dem Arbeitstitel "Sole, Dampf und Kohle" stattfindet. Auch das seit einigen Jahren seitens des Kreises Unna angebotene betriebliche Mobilitätsmangement ("mobil+job") überzeugte die Kommissionsmitglieder. Der Chefplaner des Kreises Unna, Dr. Detlef Schiebold, verriet der erstaunten Kommission, dass das Projekt bei einem bundesweiten Wettbewerb bereits den mit 20.000 € dotierten ersten Preis gewonnen hat.

Im Kreis Unna sind bereits die Städte Unna und Lünen seit langem Mitglied der AGFS. Zurzeit haben die Städte Bergkamen sowie die Gemeinde Bönen einen Aufnahmeantrag gestellt und sehen ebenfalls optimistisch einer Aufnahme in die AGFS im nächsten Jahr entgegen.

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