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Ludgerikreisel: ADFC beteiligt sich nicht am Hearing der CDU

25.03.09
Kategorie: Verkehrspolitik, Münster, Sicherheit

Über die Medien hat die CDU in der letzten Woche zu einem Hearing über die Verkehrssituation im "Ludgerikreisel" eingeladen. Auch wenn der ADFC Münster im Pressetext der CDU als "Praktiker" ausdrücklich genannt und damit eingeladen worden ist, wird sich der ADFC am 30. März nicht an dem geplanten Hearing beteiligen.

Nach Ansicht des ADFC sind mehrere Voraussetzungen nicht gegeben, um ein solches Hearing vernünftig durchzuführen. Auch wenn jetzt bereits kritische Stimmen laut werden, gibt es noch keine belastbaren Zahlen zur Unfallsituation am Ludgerikreisel, da die Umbausituation noch bis September letzten Jahres angedauert hat.

Desweiteren macht ein solches Treffen nur dann Sinn, wenn alle Beteiligten am Tisch sind. Dies scheint nach jetzigen Informationen nicht gegeben zu sein. Insbesondere stellt sich auch die Frage, ob die Durchführung eines Hearings ausreicht, um die komplexen Randbedingungen des Kreisels zu beleuchten und eine Ziellösung zu erarbeiten. Man beachte, dass es dazu bereits ausführliche Vorarbeiten gegeben hat, siehe unter anderem den Untersuchungsbericht "Maßnahmenvorschläge zur Steigerung der Verkehrssicherheit am Ludgerikreisel" aus dem Jahre 2006.

Interessant ist auch die Fragestellung, wie dieses Hearing mit der Blockade des Verkehrssicherheitsprogramms durch die CDU zusammenpasst?

Wie sieht hier die konkrete Strategie der CDU aus? Soll jetzt für jeden einzelnen der 85 Unfallschwerpunkte ein Hearing stattfinden?

Der ADFC appelliert wiederum an die CDU, die Blockadehaltung bezüglich des Verkehrssicherheitsprogramms aufzugeben. Letztendlich hat die CDU dieses mit angeschoben, als gemeinsam das Ziel formuliert worden ist, in mehreren Jahren hintereinander die Unfallzahlen um jeweils 10 % zu senken.


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