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Zeche Zollverein - Nordsternpark - Tetraeder

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Beschreibung

Bericht einer Radtour vom August 2014

Ab Treffpunkt Ottmarsbocholt und Lüdinghausen fuhr man in Privatwagen mit Radanhänger zur Zeche Zollverein. 

Aber nur sehen und nicht wissen was sich hinter den restaurierten Mauern auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein und dem Zentralschacht XII versteckt und wie dort unter welchen Bedingungen in den fünfziger Jahren bis zur Schließung der Zeche im Dezember 1986 gearbeitet wurde war zu wenig. Am Ausgangspunkt der Führung am Schacht XII der Zeche Zollverein berichtete ein ehemaliger Bergmann authentisch über die "schönste und größte Steinkohlenzeche der Welt" und die dazugehörige modernste und mit 304 Öfen auf über 600 Metern Länge als größte Kokerei Europas. Mit eigener Erfahrung aus seiner Lehrzeit und den weiteren Jahren mit Arbeitskämpfen und wesentlichen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und Sicherheitsvorkehrungen gespickt erzählte der Bergmann den andächtig zuhörenden RadlerInnen vom Fördern aus 1000 Metern Tiefe bei 30 Grad Hitze und dem Sortieren - der Kohlenwäsche - bis zur Verarbeitung von über 10.000 Tonnen Fettkohle zu 8.000 Tonnen Koks pro Tag in der Kokerei. Nach der Stilllegung übernahm das Land NRW das Gelände von der Ruhrkohle AG und stellte es unter Denkmalschutz. Heute gehört es zur Stiftung Zollverein und weiteren Stiftungen. Im August 2002 wurden Zeche und Kokerei Zollverein in die Liste des "Kultur- und Naturerbes der Welt" aufgenommen. Im Zuge des Strukturwandels sind auch hier in mehreren Gebäuden auf dem über 140 ha großen Gelände Museen, gastronomische, künstlerische, wissenschaftliche und weitere Betriebe angesiedelt.

Durch Wohngebiete und Grünanlagen in Katernberg und über die Nordsterntrasse radelte die Gruppe zum Nordsternpark mit Weideflächen, Abenteuerspielplatz mit Restaurant, weiter über die große rote Bogenbrücke über den Rhein-Herne-Kanal und den Entwässerungskanal der Emscher auf das sanierte, historische Nordsterngebäude mit dem integrierten Förderturm zu. Heute ist hier die Hauptverwaltung der TreuHandStelle GmbH zur Verwaltung von fast 80.000 vornehmlich Bergmanns-Wohnstätten untergebracht.

Kurz nach der Picknickpause war der nächste Halt an den Infotafeln der großen Pumpstationen zur Entwässerung abgesackter Stadtteile von Gelsenkirchen-Horst in die Emscher. Mit der Bundesgartenschau 1997 wurde das Brachgelände der Zeche Nordstern zum Wohnen und Arbeiten, aber auch für Freizeitaktivitäten umgestaltet. Vorbei an Kunstobjekten führen gute Radwege.

Die Gartenstadt Welheim mit 650 Gebäuden in 40 verschiedenen Haustypen ist eine der größten Arbeiterkolonien im Ruhrgebiet. Beim langsamen durchradeln großzügig angelegter Straßenzüge mit altem Baumbestand bekam man einen Einblick.

War es bisher eher eine gemütliche Pättkestour, kam jetzt der sportlichere Abschnitt der Strecke mit dem Aufstieg auf die 90 Meter hohe Bergehalde in Bottrop. Die Mühe wurde an beiden Tagen mit guter Fernsicht über das Alpincenter und viel Baumbestand hinweg auf Städte, Industrieanlagen und das nächste Ziel Richtung Gasometer in Oberhausen belohnt. Wer am Samstag bei Sonnenschein oder am Sonntag bei mehr Wind noch weiter oder tiefer in die Umgebung sehen wollte bestieg das Haldenereignis Emscherblick, kurz Tetraeder genannt, auf eine seiner drei Plattformen in 18, 32 oder 38 Metern Höhe.

Vorbei an der Burg Vondern führte der Weg zum fünften und letzten Stopp auf diesem Radrundkurs Industriekultur. Hier wurde eine Kaffeepause an der gastronomischen Promenade am Centro, der Neuen Mitte Oberhausens auf dem Gelände der früheren Gute Hoffnungshütte eingelegt. Frisch gestärkt ging es jetzt auf den noch ca. 17 km langen Rückweg. Zuerst zeigte der Rhein-Herne-Kanal und dann die Berne die Strecke zu den Autos am Schacht XII der Zeche Zollverein.

Da viele MünsterländerInnen noch nicht am Tetraeder oder im Centro waren, überwog am Abend die einhellige Meinung, viel Neues aus dem gar nicht mehr so dreckigem Ruhrgebiet "erfahren" zu haben.

Bilder: W. Beckmann

Toureigenschaften

Routenlänge:
43 km
Höhenmeter:
283 m auf, 281 m ab.
Richtungsempfehlung:

Zeche Zollverein - Nordsternpark - Gartenstadt Weilheim - Tetraeder- Oberhausen Neue Mitte - Zollverein

Oberfläche:
Asphalt
Schotter / Unbefestigt
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Umfeld:
Industriekultur
Stadt
Wald
Wiesen & Felder
Verkehrsbelastung:
Geringer Autoverkehr
Zielgruppe:
Kulturtour

An- und Abreise

Parkplatz Zeche Zollverein

Weitere Einstiegspunkte

Tour-Impressionen

Förderturm Zeche Zollverein

Kokerei Zollverein

Weiter gehts mit dem Tourenleiter

Nordsternpark

Tetraeder

Weitblick vom Tetraeder

Burg Vondern

Auf dem Rückweg

Ansprechpartner

Zuständiger Verein

Stand: 17.08.2014, 13:18 Uhr

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