Besuch beim Fahrradklimatestsieger in Wettringen

04.05.21
Kategorie: Aktionen, Kreisverbände, Münster, Presse, Verkehr, Rad in den Medien

nlnr. N.Bieder,Bertholt Bültgerds,M.Rehers,u.M.döpper. Bild Norbert Bieder



Sieger Kommune. Bild Norbert Bieder



Das ehemalige Bahnhofsgebäude. Bild Norbert Bieder



die St.Petronilla Kirche. Bild Norbert Bieder


Bei den letzten Tests war Wettringen immer mit in der Spitzengruppe vertreten und diesmal beim ADFC Fahrradklimatest 2020 stehen sie mit der Traumnote von 1,96 ganz oben auf dem Siegerpodest. Der ca. 8300 Einwohner zählende, 12 km westlich von Rheine liegende Ort, gehört zum ADFC Kreisverband Münsterland.

Manfred Döpper, 1. Vorsitzender des Kreisverbandes mit seiner Ehefrau Franzsika und Heinz Schlüter aus Lüdinghausen, wie Leezen-Kurier Redakteur Norbert Bieder aus Münster nahmen den Erfolg zum Anlass, für einen Besuch der siegreichen Kommune. Radwanderern dürfte der Ort ebenfalls bekannt sein. Führen doch die 100 Schlösser-Route ( Nordkurs), Aa-Vechte-Route, Vechtetalroute, Radbahn Münsterland und die Route „Max-Clemens-Kanal“ durch Wettringer Gemeindegebiet. Bürgermeister Berthold Bültgerds und Markus Rehers schilderten uns eindrucksvoll die bereits beendeten, wie aber auch die Zukunftspläne in Sachen Fahrradinfrastruktur. Es ist erstaunlich, wie in einer so ländlichen Gemeinde, in der das Auto noch einen anderen Status hat als in einer Großstadt, Hand in Hand mit Bürgern, Politik und Verwaltung, eine Infrastruktur für das Fahrrad geschaffen wurde.

Bundesweite beste Traumnote von 1,96

 Die Bürger von Wettringen engagierten sich auch an Bürgerradwegen. Hier wird ein Großteil der Aufwendungen von den Anliegern in Eigenleistung vollbracht. Da die allermeisten Wohngebiete unmittelbar um den Ortskern angelegt sind, können die notwendigen Wege zur Schule und zum Einkaufen gefahrlos mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Dafür sorgen einerseits viele Tempo 30 Zonen und natürlich gut durchdachte und angelegte Fahrradwege. In dem 2004 angelegten Fahrradwegenetzplan wurden auch die Wirtschaftswege in die umliegenden Bauernschaften berücksichtigt. Hiervon profitieren die Bewohner und es dient der Förderung des Fahrradtourismus. Die Straßen zu den umliegenden sechs Gemeinden sind allesamt mit Radwegen ausgestattet.

Sorge um die Sicherheit der Kinder war oft Motor für den Radwegebau

Da Wettringen keinen Bahnanschuss hat, wurde der Busbahnhof für ca. eine Million Euro saniert. Hier kann der Pendler sein Fahrrad sicher vor Vandalismus und Witterung unterstellen und die regelmäßigen Verbindungen in die Nachbargemeinden nutzen. Für die weiteren Investitionen in die Radwege sorgen einerseits die gesunde Finanzlage der Gemeinde, aber auch wie der Bürgermeister zugibt, die Fördergelder von Bund und Land. Die Verantwortlichen hier in der Gemeinde wollen sich nicht auf dem Erfolg ausruhen, sondern weiterhin die gute Infrastruktur verbessern, um einerseits die Tourismus- und Freizeitradler zu fördern, als auch dem Alltagsverkehr eine Alternative zum PKW zu bieten. Wir vom ADFC Kreisverband bedanken uns für die ausführlichen Informationen und wünschen allen Beteiligten viel Erfolg bei ihrem Vorhaben.


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