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Blinker an - Arm raus

09.04.12

Ein Appell für mehr Disziplin beim Anzeigen der Fahrtrichtung und für mehr Gelassenheit beim Thema Helmtragen. Von Wilhelm Fischer.

Was haben Autofahrer und Radfahrer gemeinsam? – Bereits in den jüngsten Jahren ist ein Großteil von ihnen anscheinend von Gelenkversteifungen befallen!  Das macht es ihnen unmöglich, rechtzeitig und deutlich die Änderung der Fahrtrichtung anzuzeigen. Die Einen sind nicht in der Lage, den Blinker zu betätigen und die Anderen können ihre Arme nicht ausstrecken. Hinzu kommen noch diejenigen, die von Handys und anderen Dingen in Anspruch genommen werden.

Letztes Jahr hatte ich bei einer Fahrradprüfung für Viertklässler mitgewirkt. Die gleichen Kinder, die sich vormittags bei der Prüfungsfahrt noch vorbildlich verhielten, hatten am Nachmittag bereits einen Teil der gelernten Verkehrsregeln vergessen. Dazu zählte vor allen Dingen das Anzeigen des Wechsels der Fahrtrichtung. Dieses  Verhalten  konnte ich auch bei Jugendlichen feststellen, die gerade ihren „Lappen“ gemacht hatten.

Warum ist es vielen Verkehrsteilnehmern nicht möglich, den Mitmenschen deutlich anzuzeigen, dass sie ihre Fahrrichtung ändern wollen? Sind sie sich eigentlich bewusst, dass sie Andere nicht nur behindern, sondern mitunter auch  stark gefährden? Ist es nur Gedankenlosigkeit? Oder ist es gar pure Rücksichtslosigkeit?

Im vergangenen Herbst gab es heiße Diskussionen über die Einführung der Helmpflicht für Fahrradfahrer. Ich persönlich ziehe immer dann einen Helm an, wenn ich in einer Radlergruppe unterwegs bin. Bei den „Alltagstouren“, z.B. beim Einkaufen, verzichte ich auf diese dann mitunter recht lästige Kopfbedeckung. Außerdem weiß ich nicht, wohin mit dem Ding, wenn ich z.B. mehrere Geschäfte aufsuchen will. Der Helm selbst mildert möglicherweise die Folgen eines Unfalls, er kann aber keinen Unfall verhindern. Das können nur alle Verkehrsteilnehmer selbst, indem sie sich an die Verkehrsregeln halten und auf andere Rücksicht nehmen.

Der Beitrag ist zuerst erschienen im Korschenbroicher Tourenprogramm "KoRad". Das Heft enthält 44 Touren von März bis Dezember. Sie finden es in elektronischer Form unter www.adfc-korschenbroich.de.
 


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