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NRW-Sternfahrt 2013 unter strahlender Sonne

12.05.13

Buntes Treiben, wo sonst Autos wenden



Kreative Fahrrad-Designs, bereit zum Cruisen vor Publikum



Radfahrer nehmen die Brücke über den Neusser Güterbahnhof in Besitz



Rüdiger Heumann, Initiator der Sternfahrt, führt die Radfahrerkolonne auf die Kniebrücke



Ein Besonderer Beitrag des Neusser ADFC zum Abschlussfest: der Kinderparcours von Judith Darteh


Jedes Jahr mehr und bunter - der Sternfahrt-Treff an der Neusser Radstation wird zum Event.

Es mögen 340 oder 400 gewesen sein, so genau weiß das keiner. Denn die Radfahrermenge am 5. Mai im Innenbereich des Neusser Bahnhofs war unübersehbar. Klar war  nach der Abfahrt Richtung Düsseldorf: Als die ersten am Berliner Platz ankamen, fuhren die letzten gerade an der Radstation los. Da war der Pulk schon 800 Meter lang.

Aber zunächst genoss man die halbe Stunde vor dem Startschuss zur gegenseitigen Begrüßung und zum Austausch bewundernder Blicke. Denn viele hatten ihre Räder für diesen besonderen Tag herausgeputzt. Da waren die Cruiser-Bikes aus Möchengladbach, das grüne Rad der Transition-Towner aus Korschenbroich und die pedalgetriebene Gold-Wing mit Stereoanlage aus Neuss, um nur einige zu nennen.

Gemeinsam für das Fahrrad demonstrieren und Spaß haben

Die Teilnehmer kamen aus dem ganzen südlichen linken Niederrhein: Aus Neuss, aus Kaarst, Jüchen, Grevenbroich, Korschenbroich, Möchchengladbach, Dormagen und Köln. Nach und nach trafen sie einzeln oder in Gruppen ein, manchen sah man die Herkunft an ihren Trikots an. Auch einige prominente Politiker waren gekommen, um zu demonstrieren, dass sie das Fahrrad als Verkehrsmittel ernst nehmen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke begrüßte die Teilnehmer und gab das Startsignal, die Neusser Landtagsabgeordneten Rainer Breuer und Hans-Christian Markert ließen es sich nicht nehmen, die ganze Sternfahrt mitzufahren.

Mit Geleitschutz der Polizei ging es diesmal über die Furth Richtung Düsseldorf. Denn der Zusammenschluss mit dem Hauptstrom sollte in Oberkassel stattfinden. Auf der Further Straße wurde erst mal vor den Anwohnern Präsenz gezeigt, bevor es mit der Fahrt auf der weitläufigen Brücke über den Güterbahnhof den ersten Höhepunkt der Fahrt gab. Da gab es strahlende Kindergesichter und auch bei den Erwachsenen manch leuchtendes Auge, als man die sonst nur für Autos reservierte Fahrbahn unter die Räder nahm (Wobei anzumerken wäre, dass auf dem Brückenast Richtung Düsseldorf durchaus noch Platz für einen Radweg ist).

Über den Handweiser und den Nikolaus-Knopp-Platz fuhr der Tross dann weiter bis zum Treffpunkt an der Düsseldorfer Straße, wo man sich mit vielen hundert weiteren Radfahrer zu einem noch größeren Strom vereinte, der dann die linke Richtungsfahrbahn der Kniebrücke unter die Räder nahm. Nach weiteren Zusammenschlüssen mit Radfahrern aus Düsseldorf und anderen rechtsrheinischen Städten waren es am Ende 5000, die zur Abschlusskundegebung am Johannes-Rau-Platz eintrafen, nach einer genussvollen Fahrt durch die Düsseldorfer Innenstadt.

Zeit, dass sich was dreht

Die Sternfahrt ist nicht nur ein schönes Ereignis für alle, die schon Rad fahren. Sie ist auch Demonstration für eine Verkehrswende und möchte Bürger, die heute noch Gelegenheits-Radfahrer sind, ermuntern, dieses Verkehrsmittel öfter zu nutzen. Die zentralen politischen Forderungen der Sternfahrt 2013 sind:

  • Freie Rad- und Gehwege
  • Tempo 30 innerorts
  • Fahrradhäuschen für Anwohner
  • Ein Viertel der Straße für den Radverkehr

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