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Meerbuscher ADFC auf der Weserroute

27.02.09

Landschaft, die zum Radfahren einlädt



Gemeinsam unterwegs


Gemeinsame Radreisen sind in der ADFC-Ortsgruppe Meerbusch Tradition. Die Teamarbeit bei der Vorbereitung und gemeinsame Erlebnisse schweißen zusammen.

An einem Regentag im Mai fuhren wir mit unserer Radlergruppe vom Osterather Bahnhof Richtung Kassel los. Da die Bahn nicht wie geplant in Hamm hielt, mussten wir schon vorher umsteigen und verpassten unseren Anschluss und die Stadtführung in Hannoversch-Münden. Aber die Wettergötter meinten es gut mit uns: Hatte es während der Bahnfahrt noch kräftig geregnet, lachte danach nur noch die Sonne, bis wir nach einer Woche zur Heimreise wieder in die Bahn stiegen.

Langsam sieht man mehr

Unsere Tagesetappen haben wir ganz bewusst auf moderate 40 Kilometer beschränkt, damit wir ausreichend Zeit für Besichtigungen hatten. Die Strecke ist hervorragend beschildert aber das Navi hat sich auch bewährt. Ohne Probleme konnten wir die vor der Reise ausgesuchten Hotels finden.

Von Kassel aus ging es auf der Fuldaroute nach Hannoversch-Münden, eine wunderschöne alte Stadt mit vielen Fachwerkhäusern. Unser Hotel was mitten in der Altstadt, da bleibt man in Stimmung.

Am zweiten Tag fuhren wir nach einigen Steigungen über Bursfelde mit seinem alten Benediktinerkloster und durch das malerische Lippoldberg zur Hugenottenstadt Bad Karlshafen. Der Ortskern ist am Reißbrett mitten in einem Moorgebiet entwickelt worden und zeigt heute noch deutlich die damaligen Verhältnisse. Tags drauf besuchten wir das Kernkraftwerk Würgassen, das barocke Kloster Corvey in Höxter und machten Quartier in Holzminden, der Stadt der Düfte.

Märchengeschichten

Weiter ging es nach Hameln, wo wir volle zwei Tage geblieben sind. Unterwegs besuchten wir Schloss Polle, bekannt von Aschenputtel und Bodenwerder, wo der Baron von Münchhausen seine Lügengeschichten erzählt hat. Die Weserroute ist nämlich ein Bestandteil der Märchenstraße, und in Hameln hat man sehr viel für den Märchentourismus getan: Wir waren beim Musical „Der Rattenfänger“ am Rathausplatz und hatten eine Nachtwächterführung. Da könnte man noch länger verbleiben!

Die nächste Etappe führte uns nach Bad Oeynhausen, das noch so richtig die Atmosphäre der 20er Jahre atmet, Flaniermeile und Kurgarten sind repräsentativ. In Minden schauten wir uns die sehenswerte Schiffsmühle und das Wasserstraßenkreuz an. Und auch die Altstadt ist einen Besuch wert.

Am Schlusstag fuhren wir auf flacher Strecke über das für seine Störche und sein schönes Rathaus bekannte Petershagen nach Nienburg, von wo wir den Rest der Heimreise erholsam mit der Bahn zurücklegten. In neun Tagen hatten wir 330 Kilometer hinter uns gelassen und gemeinsam viel gesehen.

Peter Koenders

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