Mountainbikes in Wuppertal

08.10.09

Trotz hervorragender topografischer Bedingungen bisher keine geeigneten Strecken ausgewiesen

Mountain Bikes finden bei immer mehr Menschen Anklang. Wuppertal bietet dabei auf Grund seiner Topographie nicht nur Off-Road-Touren, sondern auch für Downhill-Fahren sehr gute Bedingungen.

Allerdings ist der Sport insbesondere bei den Umweltgruppen nicht unumstritten. Zu groß ist die Befürchtung, dass Radfahrer bim Eindringen in unberührte Naturräume massive Schäden an Flora und Fauna anrichten. Diese Angst ist sicher nicht völlig unbegründet. Die Rechtslage ist dabei nicht einfach zu verstehen. So erlaubt das Landesrecht die Nutzung von Waldwegen mit dem Fahrrad, sofern es nicht ausdrücklich verboten ist oder Naturschutz der Radnutzung entgegensteht. Die Definition der Untergrenze für den Begriff "Weg" wird in der Literatur meist als befestigter und ausreichend breiter Weg beschrieben, ist aber nicht offensichtlich und eindeutig.

Juristisch ist die Frage aus unserer Sicht aber sowieso nicht zu lösen. Der ADFC hält eine umweltverträgliche Erfüllung der MTB-Bedürfnisse in Wuppertal für möglich. Hierzu müssen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet legale MTB-Strecken ausgewiesen werden, um den inoffiziellen und ökologisch problematischen Strecken attraktive Alternativen entgegenzusetzen.

Der ADFC Wuppertal hat diese Erwartung im Gespräch auf Einladung des Wuppertaler Oberbürgermeisters  an die Stadtspitze herangetragen. Die Stadt informierte dabei über aktuelle Bestrebungen, im Kothener Busch eine solche Strecke anzubieten. Ebenfalls konkrete Überlegungen gibt es im Bereich Scharpenacken. In allen Gebieten sind die Planungen aber noch nicht so weit fortgeschritten, dass eine realistische Einschätzung zur Realisierung gegeben werden kann. Wir hoffen, dass es nicht einer der gefürchteten unendlichen Genehmigungs- und Realisierungsmarathons wird.


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