Runder Tisch Radverkehr:

19.11.12

Am 30.11.12 war offizieller Baubeginn für die Junior-Uni in Wuppertal. Ein erfreulicher Tag in einer Stadt, in der zum gleichen Zeitpunkt traurige Menschen nach zwei Jahren voller Engagement das Ehrenamt zu Grabe trugen, weil sieohne städtische Unterstützung das Vohwinkler Schwimmbad trotz enormer Besucherzahlen schließen müssen.



Für uns Radfahrer trotzdem auch ein guter Tag. Hier am Wupperufer entsteht ein ganz wichtiger Lückenschluss des Talachsenradwegs abseits der B 7. Er wird gleichzeitig die Junioruni besser mit dem Fahrrad erreichbar machen.



Die Verbindung zum Matagalpaufer ist aus Richtung Elberfeld vom Radweg schlecht zu erreichen. Hier werden in Kürze die Birdsteine abgesenkt.



Zwischen Industriestraße und Nordbahntrasse wird der nördliche Gehweg für Radfahrer- Mitbenutzung freigegeben. Vor allem für unsichere Radfahrer und Kinder eine klare Verbesserung.


neue Entwicklungen und Projekte

Im Novembertermin des „Runden Tisch Radverkehr“ in Wuppertal wurden wieder zahlreiche Projekte, Anfragen und Ideen besprochen. Ein aus unserer Sicht wichtiger Punkt war die Feststellung der Stadtverwaltung, dass es auf jeden Fall im Rahmen des Neubaus der Junioruni am Loh/Brögel entlang der Wupper einen Fuß- Radweg bis zur Brücke Wasserstraße geben wird. Dann wäre nach Jahrzehnten endlich eine durchgängige Radverkehrsführung in der Talachse vorhanden. Darüber hatten wir ja schon im letzten Jahr berichtet und vor wenigen Wochen mit einem Offenen Brief an die Verantwortlichen bei der Junioruni nochmals den Kontakt gesucht. Infos zum Radweg auf der Talachse finden Sie hier.

Der Bürgerradweg von Dönberg zur Horather Schanze ist zum großen Teil in trockenen Tüchern, die Finanzierung durch das Land NRW steht. Leider haben aber noch nicht alle betroffenen Grundstückbesitzer verkauft  Geplant ist der Bau eines Fuß-Radweges ab der Tankstelle auf der südwestlichen Seite bis zum Tennisplatz. Wenn alles noch zeitlich gut klappt könnte der Weg in 2013 erstellt werden. Hoffentlich scheitert das Projekt nicht an den Preisvorstellungen einzelner EigentümerInnen.

Die Öffnung der Einbahnstraße in Gegenrichtung für den Radverkehr ist für die Fuhlrottstraße beschlossen und kann umgesetzt werden.

Bei der Edith – Stein-Str. in Vohwinkel gibt es bei einigen Mitgliedern der BV Vohwinkel noch Klärungsbedarf. Für uns ist dieses kurze Stück eine hervorragende und relativ verkehrsarme Umfahrung des Knotenpunkts Kaiserplatz. Wir hoffen das die Bedenken der BV – Vertreter ausgeräumt werden können und stehen als ADFC natürlich gerne für Rückfragen oder auch für einen Ortstermin zur Verfügung.

Bei der Breiten Straße in Ronsdorf haben die Mitglieder der Bezirksvertretung noch Fragen. Deshalb wird der ADFC am 4.12. bei der nächsten Sitzung der BV Rede und Antwort stehen.
Nachtrag vom 5.12.: Bei der Sitzung der BV am 4.12. stand der ADFC Rede und Antwort. Am Ende wurde die Freigabe der Breite Straße bei 3 Gegenstimmen und 1 Enthaltung beschlossen. Die Umsetzung der Maßnahme sollte im Laufe des Frühjahr 2013 erfolgen.

In einem Bürgerantrag wurde die Verwaltung gebeten, ob der Teilbereich des Königshöher Wegs, der zwischen Quellenstraße und Schwarzem Weg als unechte Einbahnstraße geführt wird, für den Radverkehr in Gegenrichtung frei gegeben werden kann. Es entsteht eine verkehrsarme und kürzere Verbindung in das Viertel Arrenberg. Die zuständige BV Elberfeld – West hat dem vor wenigen Tagen einstimmig zugestimmt. Die Umsetzung wird jetzt zeitnah erfolgen.

Am Deutschen Ring in Vohwinkel wird vom Radweg an der Industriestraße bis zur Auffahrt auf die Nordbahntrasse unter der BAB 535 der Gehweg auf der nördlichen Bürgersteigseite für Radfahrer freigegeben. Eine Bordsteinabsenkung im Kreuzungsbereich Industriestraße/ Deutscher Ring wird mit dem Bau der Nordbahntrasse in zeitlicher Abstimmung umgesetzt. Auf Grund des dort starken Schwerlastverkehrs ist die Freigabe für nicht so geübte Radfahrer, aber auch für Familien mit Kindern ein sinnvoller Schritt.

Übrigens eine Idee, die direkt aus der Verwaltung kommt.

Zur Hünefeldstraße/ Matagalpaufer in Barmen gab es vor einigen Monaten eine Bürgereingabe die jetzt auch von der Verwaltung umgesetzt wird. Bisher kann man von Westen kommend nicht regelkonform nach links ins Matagalpaufer abbiegen. Deshalb wird es jetzt beidseitig eine Bordsteinabsenkung geben. So kann der Radverkehr sicher und übersichtlich queren. Umgesetzt wird die Maßnahme im Laufe der nächsten Monate.

Schade das der ideengebende Radfahrer nicht mehr in Wuppertal wohnt und nichts mehr davon hat! Trotzdem vielen Dank für die Idee und schöne Grüße nach Rügen!!

Zum Abschluss unseres Berichtes noch eine kleine Anekdote: Zur Diskussion über die Anleinpflicht für Hunde auf der Nordbahntrasse wird es auf Anregung des Oberbürgermeister einen „Runden Tisch Hund + Trasse“ geben. Auch der ADFC soll zum ersten Treffen eingeladen werden. Wir sind gespannt und werden uns nicht an die Leine legen lassen, versprochen!


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