Runder Tisch Radverkehr gestartet

04.06.09
Kategorie: Wuppertal/Solingen, Verkehrspolitik, Verkehr

Regelmäßige Treffen und inhaltliche Schwerpunkte vereinbart

Anfang Juni traf sich erstmals der Runde Tisch Radverkehr, nachdem bereits vor über einem Jahr der Verkehrsausschuss des Stadtrats auf Initiative des ADFC seine Einrichtung beschlossen hatte. Von Seiten der Stadt nahmen Frank Meyer, Beigeordneter der Stadt Wuppertal für Stadtentwicklung, Städtebau und Umwelt sowie Mitarbeiter der Verwaltung und die Vorsitzenden des ADFC KV Wuppertal teil. Zunächst wurde als zukünftige Arbeitsweise ein etwa vierteljährliches Zusammenrufen des Runden Tischs vereinbart. Einer der Termine soll in Form einer politischen Radtour durchgeführt werden. Teilnehmen sollen MitarbeiterInnen der jeweils zuständigen Verwaltungsressorts, auch die Polizei wird über die Termine in Kenntnis gesetzt. Der Beigeordnete strebt eine eigene Teilnahme an mindestens zwei Terminen pro Jahr an.

Herr Meyer stellte dar, dass aus seiner Sicht die extrem angespannte Haushaltssituation der Stadt und die enorme Arbeitsbelastung der zuständigen Ressorts durch die Nordbahn große Investitionen zurzeit unmöglich machen. Der ADFC stellte seinerseits dar, dass es vielfältige Möglichkeiten zur Verbesserung der Radverkehrssituation gibt, die nicht zwangsläufig mit großen Investitionen verbunden sind.

Als erste Arbeitsschwerpunkte für die nächsten Treffen wurden die Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr auch in Gegenrichtung, das Baustellenmanagements bei Radverkehr und die Fragen von Radverkehr und Busspuren vereinbart. Außerdem wird der Beauftragte der Stadt für nichtmotorisierten Verkehr einen Entwurf für eine Prioritätenliste zur Förderung des Radverkehrs entwerfen. Ebenfalls erarbeitet wird zurzeit eine Planung für die Anbindung der Nordbahntrasse ans umliegende Straßennetz.

Berichtet wurde über die geplanten Standards für zukünftige Abstellanlagen. Über eine Bewerbung der Stadt für ein Pilotprojekt zur Elektromobilität, die in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal-Institut erstellt wurde, ist bisher noch nicht entschieden worden. 

Aus Sicht des ADFC Wuppertal fand das Gespräch in konstruktiver Weise statt. Der ADFC sieht damit den Fortsetzungen optimistisch entgegen.

 


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