Stadt Wuppertal gewinnt Preis für Klimaschutzprojekt

27.11.10

"Urlaub für das eigene Auto" überzeugt die Juroren

2009 ließen initiiert durch eine Aktion des städtischen Umweltressorts einige Wuppertaler ihr eigenes Auto stehen und setzten 4 Wochen auf die Bewältigung des Alltags ohne eigenen fahrbaren Untersatz. Die regelmäßige Nutzung von Bussen, Bahnen, Fahrrad und den eigenen Füßen war für sie ungewohnt, das Echo in der lokalen Presse enorm. Manchmal wurde den Beobachtern vermittelt, das das Leben ohne Auto nur unter extremen Schwierigkeiten, aber doch noch gerade so zu managen ist.

Das Projekt war sicher ein guter Weg, Verkehrsverhalten als Teil der Klimaschutzproblematik wieder mal in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Die dabei gewonnene Erkenntnis, dass auch ein Leben ohne Auto möglich ist, überrascht allerdings nicht wirklich. Haben doch fast 50 % aller Haushalte in Wuppertal nicht nur Wochenweise, sondern dauerhaft kein eigenes Auto, ohne dabei permanent zu leiden oder der sozialen Isolation ausgeliefert zu sein. Nur die Politik hat diese Situation immer noch nicht verinnerlicht. Verkehrspolitik dreht sich auch in Wuppertal immer noch in erster Linie um Autos, die knappen Mittel werden in erster Linie für den PKW-Verkehr ausgegeben, der pro abgewickeltem Verkehrskilometer wesentlich günstigere Ausbau des Radverkehrs bleibt auf die Reste beschränkt.

Wir haben den Preis zum Anlass genommen, eine bereits existierende Idee auf neue und breitere Basis zu stellen. Künftig würden wir gerne unsere Neubürgertouren einmal im Jahr gemeinsam mit dem Oberbürgermeister anbieten. Die Signale aus dem Büro von Herrn Jung sind auch durchaus positiv.

Der ADFC Wuppertal hat in der anhängenden Presseerklärung die Wuppertaler Medien über dieses Projekt informiert.


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