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§ 24 GO NRW Radweg-Anregungen statt Beschwerden:

16.02.21
Kategorie: RheinBerg-Oberberg, Verkehrspolitik

Bild 0: Der Bahndamm



Bild 1: Bahndammradweg mit Ein/Ausfahrten (blau) zu wichtigen Zielen (gelb)



Bild 2: Ausbaustufe 1 bis zum Finanzamt (unten links: am Finanzamt startende RPR)



Bild 3: Ausbaustufe 2a, Teil bis Nelson-Mandela GS und Industriegebiet Senefelder-Straße



Bild 4: Ausbaustufe 2b, Teil bis Otto-Hahn Gymnasium und Straßenbahn in Frankenforst



Bild 5: Ausbaustufe 4 (Lückenschluss Frankenforst bis Bensberg, Grunderwerbsfragen im Umfeld Supermarkt)


 

Nach der Gemeindeordnung des Landes NRW können Bürger an den Parteien vorbei bei den Kommunen Anregungen und Beschwerden einreichen, über die ein Ausschuss des Gemeinderates/Stadtrates entscheidet. Dieses Instrument nutzt der ADFC in Bergisch Gladbach, um die Interessen der Radfahrenden in Politik und Verwaltung mehr Geltung zu verschaffen.

In der Februar-Sitzung des Anregungs-Ausschusses hat der ADFC 2 konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Radverkehrs-Infrastruktur eingebracht:

·       Die kurzfristige Ausweisung des Herkenfelder Weges als verkehrsberuhigte Fahrradstraße zur Verbindung zwischen Schilden und Schulzentrum IGP in Paffrath und somit die erste Fahrradstraße in Bergisch Gladbach überhaupt.

·       Startschuss für die Einrichtung eines Radweges auf dem alten Bahndamm zwischen S-Bahnhof und Kölner Straße in Bensberg als kreuzungsfreie Radschnellverbindung mit Abzweigungen zur Radpendlerroute nach Köln, zu 3 weiterführenden Schulen und zu den Arbeitsplätzen im größten Gladbacher Industriegebiet

 

„Hiermit stellt der ADFC einen Antrag nach §24 GO NRW mit der Anregung, auf dem Bahndamm von S-Bahnhof Bergisch Gladbach bis Kölner-Str. in Bensberg einen Geh/Radweg anzulegen und konkrete Schritte einzuleiten:

1.     Machbarkeitsstudie beauftragen

2.     Zielgerichtete Gespräche mit den öffentlichen Eigentümern der Trasse zu beginnen

3.     Nicht-öffentliches Grundeigentum angrenzender Grundstücke ermitteln und kommunizieren

4.     Orientierend klären, wieviele Bewohner, Schüler und Beschäftigte als potentielle Nutzer in Frage kommen (z.B. im Umkreis von weniger als 500m vom Bahndamm)

5.     Fördermittel eruieren und beantragen“

 

Ausgangslage:

Es ist aus mehreren Gründen offensichtlich, dass der seit Jahrzehnten diskutierte Abriss und Umbau des Bahndammes und Neubau einer Straßenverbindung für den MIV bis zur Kölner Str. in Bensberg und bis zur BAB A4 in den nächsten 20 Jahren nicht erfolgen wird. Z.Zt. sind von der Stadt Bergisch Gladbach für die Trasse 2 Machbarkeitsstudien beauftragt:

1.     Abriss und komplette Untertunnelung für Logistik-Zwecke („CargoCap“): Für diese Machbarkeitsstudie zum (Kostenanteil der Stadt GL > 30,000€) ist ein negativer Ausgang zu erwarten.

2.     Teilabriss Bahndamm und Neubau von 2 Umgehungsstraßen:  Das Ergebnis der erweiterten Machbarkeitsstudie auf Basis der „VIA-Variante 4K“ (Straßenneubau mit neuen Kreuzungen am Refrather-Weg, Mülheimer-Straße, Dechant-Müller-Str. und an der S-Bahnunterführung Buchholzstraße) ist noch offen, lässt aber erhebliche Mängel erwarten.

Eine weitere, bisher noch nicht gründlich genug untersuchte Nutzungsmöglichkeit ist ein kreuzungsfreier Bahntrassen­radweg als direkte Verbindung zur geplanten Radpendlerroute (RPR) nach Köln (Regionale-Projekt) und im weiteren Verlauf als Erschließung von 3 weiterführenden Schulen (NMG, OHG und OHR) und eines Industriegebiets (u.a. Krüger) für den Radverkehr, Rad-Schnellverbindung nach Bensberg als Teil der vom RBK initiierten Nord-Süd-Tangente von Leverkusen nach Rösrath (RBK-Steckbrief A04) sowie weiteren Nutzungsmöglichkeiten für Fußgänger.

Daher regt der ADFC insbesondere als ersten Schritt eine weitere, 3. Machbar­keits­studie mit folgenden Untersuchungs-Zielen und Argumenten für sehr attraktive Wegezeiten:

Technische Realisierbarkeit, erforderlicher Grunderwerb, Kosten und Nutzen für die Anlage eines z.B. 4 m breiten Rad-Gehweges inkl. Aus-/Auffahrten (Siehe Bild 1) in 3 Ausbaustufen (Bilder 2 bis 5):

  1. Kreuzungsfreie Verbindung der Innenstadt mit der Radpendlerroute GL-Köln am Finanzamt:  Von S-Bahnhof bis vor Brücke Refrather Weg (1,2km, Abbildung 2). Ergebnis: kreuzungsfreie Wegezeit für Radfahrer 5 min!)
    Zusatz-Option für Fußgänger-Nutzung/Nahmobilität. Ergebnis: Wegestrecken/Zeiten S- Bahn bis Polizeigebäude 0.8 km / 12min, FHDW 1,0 km / 14 min) und Kreisamtsgebäude bzw. Finanzamt 1,2 km / 17 min,

  2. Von der Brücke Refrather Weg bis vor Brücke über Straßenbahn in Frankenforst (2,5 km, Abbildung 3) mit 3 Ausfahrten: Nelson-Mandela-Gesamt-Schule (1,7 km / 7 min), Industrie-Gebiet Senefelderst. (2,4 km / 9min) und Otto-Hahn-Schule /Saaler Mühle (3,7 km, 14 min) jeweils ab Startpunkt S-Bahnhof.

  3. Von der Brücke Straßenbahn bis Einmündung auf die Kölner-Straße Bensberg (0,5 km, Abbildung 4) (4,2 km, 16 min ab Startpunkt S-Bahnhof)

 

Anlagen: Fußnote und 1 Skizze Gesamtstrecke, 4 Detail-Skizzen zu Ausbaustufen


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