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FKT 2020 - Radevormwald

16.03.21

Fahrradfahrer in Radevormwald © Sabine Krämer-Kox


 

Note 3,95 im ADFC-Fahrradklima-Test 2020
Wenig Fahrraddiebstähle in Radevormwald

Am 16. März 2021 wurden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse in Berlin präsentiert. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und fand 2020 zum neunten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den ADFC-Fahrradklima-Test 2020 aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP).

Rekord: Rund 230.000 Teilnahmen, 1.024 Städte in der Wertung 
Rund 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben bei diesem Durchgang abgestimmt. Bei den Bewertungen handelt es sich jeweils um subjektive Einschätzungen der Radfahrenden vor Ort, d. h. die „gefühlte“ Situation auf den Straßen und öffentlichen Flächen ihrer Heimatstadt. 1.024 Städte und Kommunen kamen in die Wertung, mehr als jemals zuvor. Die Ergebnisse des Tests haben durch die breite Bürgerbeteiligung hohe Aussagekraft und können Kommunen helfen, das Angebot für Radfahrende gezielt zu aufzuwerten.  Je besser das Angebot an Fahrrad-Infrastruktur, umso mehr Menschen steigen auf das Fahrrad um und tragen somit zur einer erhöhten Aufenthaltsqualität in den Innenstädten und zum Klimaschutz bei.

Mit mehr als doppelt so vielen Teilnehmern, wie mindestens erforderlich, konnte sich Radevormwald während des Befragungszeitraums von September bis November 2020 mit 107 Beurteilungen im Rahmen der Online-Umfrage erstmalig für das bundesweite Ranking qualifizieren! Von den insgesamt 13 Städten und Gemeinden des Oberbergischen Kreises erreichten neun die Mindestteilnehmerzahl.

Gesamtnote für Radevormwald 3,95
Mit der Gesamtnote 3,95 liegt Radevormwald bundesweit auf Platz 228 von 415 in der Kategorie der Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern, im Landesvergleich auf Platz 68 von 116. Innerhalb der neun Kommunen im Oberbergischen Kreis, die das Ranking 2020 erreicht haben, rangiert Radevormwald – hinter Hückeswagen (Note 3,45), Bergneustadt und Wipperfürth (jeweils Note 3,71) - auf Platz 4.

Die Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs deckt folgende fünf Hauptthemenbereichen mit jeweils fünf bis sieben Unterpunkten ab: Fahrrad- und Verkehrsklima, Stellenwert des Radfahrens, Sicherheit beim Radfahren, Komfort beim Radfahren sowie Infrastruktur und Radverkehrsnetz.

In den übergeordneten Bereichen schnitt Radevormwald wie folgt ab: Durchschnittsnote 3,5  in Bezug auf Rad- und Verkehrsklima sowie für Infrastruktur und Radverkehrsnetz; Note 3,9 in Sachen Sicherheit beim Radfahren; 4,4  in Fragen des Komforts beim Radfahren und  4,5 bezüglich Stellenwert des Radfahrens.

Notenspiegel
Von den 27 Fragepunkten wurde zwei Mal die Note „gut“ erreicht,11 Kriterien erhielten ein „Befriedigend“ und 14 Aspekte des Radfahrens waren in den Augen der Rader Bürger*innen lediglich „ausreichend“. Die Note „mangelhaft“ wurde kein Mal vergeben. Die Radfahrenden in Radevormwald sind offenbar mit der Fahrrad-Infrastruktur ihrer Stadt recht zufrieden.

Stärken Radfahren in Radevormwald (Einzelwertung ähnliche Städte)
Die beste Note, 2,8, erhält die niedrige Anzahl von Fahrraddiebstählen in Radevormwald. Die zweitbeste Bewertung, 2,9, wird für die Erreichbarkeit des Stadtzentrums vergeben. Positiv betrachten die Bürger*innen die für gegenläufigen Radverkehr geöffneten Einbahnstraßen (3,1). Die Gegebenheiten für zügiges Radfahren auf Rader Stadtgebiet werden gleichfalls mit einer Note von 3,2 honoriert. Der Spaßfaktor erreicht eine Note von 3,3 ebenso wie die Wegweisung. In Radevormwald ist Alt und Jung auf dem Fahrrad unterwegs (Note 3,4). Die Berichterstattung in den Medien wird mit 3,4 ebenfalls positiv bewertet.

Schwächen Radverkehr in Radevormwald (Einzelbewertung ähnliche Städte)
Unzufrieden reagieren die Bürger*innen von Rade hingegen mit einer Bewertung von 4,9  auf das Fehlen öffentlicher Fahrräder. Ampelschaltungen, Winterdienst auf Radwegen und Wegbreiten erreichen jeweils lediglich eine Benotung von 4,7. Darüber hinaus seien sichere Umleitungen für den Radverkehr an Baustellen nicht vorhanden und/oder nicht ausgeschildert (4,6). Die Mitnahme von Fahrrädern kommt Note von 4,6 ebenfalls nicht hinaus. Auch die Förderung des Radverkehrs sowie das Fahren im Mischverkehr schneiden mit der Note 4,5 wenig vorteilhaft ab.

Umstieg aufs Rad
Der ADFC RheinBerg-Oberberg e. V. wird sich weiterhin für eine stetige Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur für Alltagsradler einsetzen, um
somit bis 2025 zu einer Verlagerung von 25 % des Verkehrs auf das umweltfreundliche Fahrrad beizutragen.

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessensvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Dem ADFC RheinBerg-Oberberg e. V. gehören derzeit knapp 1.500 Mitglieder an.


Weitere Informationen

Links:
Die detaillierten Ergebnisse finden Sie auf fahrradklima-test.adfc.de
Die digitale Pressemappe gibt es auf www.adfc.de/presse

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