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Welche Bremse und Beleuchtung muss am Fahrrad sein?

04.07.14

Bremse am Fahrrad:

Bei der Bremse ist es relativ klar und einfach im § 65 definiert.

Fahrräder müssen zwei voneinander unabhängige Bremsen haben.

 Das heißt wenn ein Fahrrad eine Rücktrittbremse hat, reicht eine weitere Bremse aus die durch Handbetätigung erfolgt.
Bei Fahrrädern mit Rücktrittbremse dürfen zwei Handbremsen montiert sein, eine Handbremse ist aber gesetzlich ausreichend. Ob der Bremshebel links oder rechts montiert ist, spielt dabei keine Rolle.

 Wenn ein Fahrrad keine Rücktrittbremse hat werden zwei durch Handbetätigung benötigte Bremsen erforderlich.

 Ein Fahrrad ohne oder mit nur einer Bremse darf in Deutschland nicht gefahren werden.

 Denn eine Bremse kann ausfallen, z.B. reißen eines Bremszuges bei Handbremsen.

 Der komplette § 65 Bremsen und § 67 Lichttechnische Einrichtungen ist unten auf dieser Seite aufgeführt.

 Wer das Problem von reißenden Bremszügen verhindern möchte sollte beim Neukauf eines Fahrrades eine hydraulische Bremse nehmen. Die hydraulischen Bremsen kann man auch an vielen Fahrrädern nachrüsten.

 Beleuchtung am Fahrrad:

 Seit dem Jahr 2013 muss kein Dynamo am Fahrrad sein. Es reicht auch eine Akku- oder Batteriebeleuchtung aus. Folgender Satz im § 67 (2) ist aber wichtig:

 Die lichttechnischen Einrichtungen müssen vorschriftsmäßig und fest angebracht sowie ständig betriebsfertig sein. Lichttechnische Einrichtungen dürfen nicht verdeckt sein.

 Es reicht also nicht aus eine Beleuchtung zu besitzen, sie muss richtig montiert und betriebsbereit sein. Das nicht nur bei Dunkelheit sondern auch tagsüber bei schönstem Sonnenschein und 30 Grad Celsius.

 Wer sich ein neues Fahrrad zulegt sollte sich vorher gut informieren. Nabendynamos sind nicht nur die sicherste Energiequelle sondern auch die umweltfreundlichste. Mit Zusatzgeräten kann man sogar sein Handy, GPS-Gerät oder andere elektronische Geräte laden.

 Beim Neukauf eines Fahrrades gibt es auch einiges zu beachten. Viele der neuen angebotenen Fahrräder entsprechen nicht der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Die Räder sind zum Teil nur auf geschlossenen Plätzen für Sportzwecke freigegeben. Informieren sie sich in einer Fahrrad-Fachwerkstatt. Eine große Auswahl an Fahrrädern die der StVZO entsprechen gibt es auf dem Markt.
Durch Umbausätze oder Zubehör kann man auch viele Fahrräder umrüsten damit man im Straßenverkehr fahren darf.

 Der ADFC RheinBerg-Oberberg steht für Fragen gerne zur Verfügung.

Welche Lichtanlage ist am Fahrrad vorgeschrieben.
Hier ist der § 67 aufgeführt der die Vorschriften enthält.

 (1) Fahrräder müssen für den Betrieb des Scheinwerfers und der Schlussleuchte mit einer Lichtmaschine, deren Nennleistung mindestens 3 W und deren Nennspannung 6 V beträgt oder einer Batterie mit einer Nennspannung von 6 V (Batterie-Dauerbeleuchtung) oder einem wiederaufladbaren Energiespeicher als Energiequelle ausgerüstet sein. Abweichend von Absatz 9 müssen Scheinwerfer und Schlussleuchte nicht zusammen einschaltbar sein.

(2) An Fahrrädern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein. Als lichttechnische Einrichtungen gelten auch Leuchtstoffe und rückstrahlende Mittel. Die lichttechnischen Einrichtungen müssen vorschriftsmäßig und fest angebracht sowie ständig betriebsfertig sein. Lichttechnische Einrichtungen dürfen nicht verdeckt sein.

(3) Fahrräder müssen mit einem nach vorn wirkenden Scheinwerfer für weißes Licht ausgerüstet sein. Der Lichtkegel muss mindestens so geneigt sein, dass seine Mitte in 5 m Entfernung vor dem Scheinwerfer nur halb so hoch liegt wie bei seinem Austritt aus dem Scheinwerfer. Der Scheinwerfer muss am Fahrrad so angebracht sein, dass er sich nicht unbeabsichtigt verstellen kann. Fahrräder müssen mit mindestens einem nach vorn wirkenden weißen Rückstrahler ausgerüstet sein.

(4) Fahrräder müssen an der Rückseite mit

1.

einer Schlussleuchte für rotes Licht, deren niedrigster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht weniger als 250 mm über der Fahrbahn befindet,

2.

mindestens einem roten Rückstrahler, dessen höchster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht höher als 600 mm über der Fahrbahn befindet, und

3.

einem mit dem Buchstaben „Z“ gekennzeichneten roten Großflächen-Rückstrahler

ausgerüstet sein. Die Schlussleuchte sowie einer der Rückstrahler dürfen in einem Gerät vereinigt sein. Beiwagen von Fahrrädern müssen mit einem Rückstrahler entsprechend Nummer 2 ausgerüstet sein.

(5) Fahrräder dürfen an der Rückseite mit einer zusätzlichen, auch im Stand wirkenden Schlussleuchte für rotes Licht ausgerüstet sein. Diese Schlussleuchte muss unabhängig von den übrigen Beleuchtungseinrichtungen einschaltbar sein.

(6) Fahrradpedale müssen mit nach vorn und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern ausgerüstet sein; nach der Seite wirkende gelbe Rückstrahler an den Pedalen sind zulässig.

(7) Die Längsseiten müssen nach jeder Seite mit

1.

mindestens zwei um 180 Grad versetzt angebrachten, nach der Seite wirkenden gelben Speichenrückstrahlern an den Speichen des Vorderrades und des Hinterrades oder

2.

ringförmig zusammenhängenden retroreflektierenden weißen Streifen an den Reifen oder in den Speichen des Vorderrades und des Hinterrades kenntlich gemacht sein. Zusätzlich zu der Mindestausrüstung mit einer der Absicherungsarten dürfen Sicherungsmittel aus der anderen Absicherungsart angebracht sein. Werden mehr als zwei Speichenrückstrahler an einem Rad angebracht, so sind sie am Radumfang gleichmäßig zu verteilen.

(8) Zusätzliche nach der Seite wirkende gelbe rückstrahlende Mittel sind zulässig.

(9) Der Scheinwerfer und die Schlussleuchte nach Absatz 4 dürfen nur zusammen einschaltbar sein. Eine Schaltung, die selbsttätig bei geringer Geschwindigkeit von Lichtmaschinenbetrieb auf Batteriebetrieb umschaltet (Standbeleuchtung), ist zulässig; in diesem Fall darf auch die Schlussleuchte allein leuchten.

(10) In den Scheinwerfern und Leuchten dürfen nur die nach ihrer Bauart dafür bestimmten Glühlampen verwendet werden.

(11) Für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt, gilt abweichend folgendes:

1. für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlussleuchte brauchen anstelle der Lichtmaschine nur eine oder mehrere Batterien entsprechend Absatz 1 Satz 2 mitgeführt zu werden;

2. der Scheinwerfer und die vorgeschriebene Schlussleuchte brauchen nicht fest am Fahrrad angebracht zu sein; sie sind jedoch mitzuführen und unter den in § 17 Absatz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung beschriebenen Verhältnissen vorschriftsmäßig am Fahrrad anzubringen und zu benutzen;

3. Scheinwerfer und Schlussleuchte brauchen nicht zusammen einschaltbar zu sein;

4. anstelle des Scheinwerfers nach Absatz 1 darf auch ein Scheinwerfer mit niedrigerer Nennspannung als 6 V und anstelle der Schlussleuchte nach Absatz 4 Nummer 1 darf auch eine Schlussleuchte nach Absatz 5 mitgeführt werden.

(12) Rennräder sind für die Dauer der Teilnahme an Rennen von den Vorschriften der Absätze 1 bis 11 befreit.

Welche Bremse ist am Fahrrad vorgeschrieben.
Hier ist der § 65 aufgeführt der die Vorschriften enthält.

 

§ 65 Bremsen

(1) Alle Fahrzeuge müssen eine ausreichende Bremse haben, die während der Fahrt leicht bedient werden kann und ihre Wirkung erreicht, ohne die Fahrbahn zu beschädigen. Fahrräder müssen zwei voneinander unabhängige Bremsen haben. Bei Handwagen und Schlitten sowie bei land- oder forstwirtschaftlichen Arbeitsmaschinen, die nur im Fahren Arbeit leisten können (zum Beispiel Pflüge, Drillmaschinen, Mähmaschinen), ist eine Bremse nicht erforderlich.

(2) Als ausreichende Bremse gilt jede am Fahrzeug fest angebrachte Einrichtung, welche die Geschwindigkeit des Fahrzeugs zu vermindern und das Fahrzeug festzustellen vermag.

(3) Sperrhölzer, Hemmschuhe und Ketten dürfen nur als zusätzliche Hilfsmittel und nur dann verwendet werden, wenn das Fahrzeug mit einer gewöhnlichen Bremse nicht ausreichend gebremst werden kann.


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