Aktuelles aus Mönchengladbach

Jahresrück- und ausblick

19.12.13
Kategorie: Mönchengladbach

Das alte Jahr neigt sich dem Ende entgegen und es wird Zeit, ein Resümee zu ziehen.

Wir versuchen zusammen zu fassen, was sich in 2013 aus Sicht der Fahrradfahrer in unserer Stadt ereignet hat und wagen einen kleinen Ausblick ins neue Jahr.

Da wäre als erstes das Projekt „200 Tage Fahrradstadt“ zu nennen, welches über die Stadtgrenzen hinaus für Aufsehen gesorgt hat. Dabei trat der Aktionskünstler Norbert Krause in 200 Tagen mit mehreren Aktionen  in Erscheinung (z. B. das Rundradeln, der gute Weg, Radschlag).

Und dann wäre da noch die „NRW Radtour“ zu nennen.
Diese schlug am 26. Juli, auf ihrer Fahrt von Düren nach Solingen, ihre Zelte in Mönchengladbach auf.
Mehr als 1000 Fahrradfahrer aus dem ganzen Land fielen in unsere Stadt ein und feierten auf dem Kapuzinerplatz eine große Fahrrad-Party.

Neben diesen beiden großen Events organisierte das Mönchengladbacher Label "Bergkönig" zum ersten Mal ein Bergrennen am Rheydter Müllberg (Monte Klamotte). Mal sehen, ob sich dieses Event in den nächsten Jahren etablieren wird.

Aber auch für die BMX-Fahrer unter uns gibt es gute Nachrichten. Im Stadtteil Holt soll auf einem 1600 Quadratmeter großen und unbebauten Gelände ein Dirtpark entstehen. Eine tolle Attraktion für unsere Stadt und alle BMX-Fahrer.

Die Stadtverwaltung prüft die Freigabe von zusätzlichen 14 Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr. Hierdurch kann sich die Wegstrecke für Fahrradfahrer deutlich reduzieren. Aktuell sind 53 von 128 Einbahnstraßen in unserer Stadt für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben.

Auch unsere Borussia hat den Trend in unserer Stadt erkannt und Jünter ein Fahrrad und einen Helm spendiert. Man munkelt sogar, dass Borussia in naher Zukunft bewachte Fahrradparkplätze bei Heimspielen anbieten möchte.

Fast unbemerkt wurde der Bahnhof Odenkirchen mit 13 Fahrradboxen ausgestattet. Diese werden von der Radstation Rheydt betreut und wurden  in kürzester Zeit ohne Werbung an den Mann / die Frau gebracht.

Im Oktober stellte sich das Aktionsbündnis „Verkehrswende Mönchengladbach“ der Öffentlichkeit vor. Ziel dieses Aktionsbündnis ist es, die Autolastigkeit unserer Stadt zu reduzieren und die Attraktivität der alternativen Verkehrsmöglichkeiten in unserer Stadt zu steigern. Hierzu wurde unter anderem eine Arbeitsgruppe „Fahrrad“ eingerichtet, in der der ADFC Mönchengladbach natürlich auch vertreten ist.
Das Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, die Bedingungen der Mönchengladbacher Fahrradfahrer zu verbessern.

 

Was erwartet uns im nächsten Jahr?

In einem zweiten Anlauf wurden die Fördermittel für eine Fahrradstation am Mönchengladbacher Hauptbahnhof beantragt. Im Januar steht die Entscheidung an und die Chancen stehen diesmal nicht schlecht. Die Stadt hat hierfür, trotz knapper Kasse, Geld im Haushaltsplan eingeplant. Wir sind guter Hoffnung, dass diese wichtige Maßnahme im nächsten Jahr umgesetzt wird.

Ebenso wurde Geld für Fahrradboxen am Bahnhof Lürrip eingeplant.
Fahrradboxen für die Bahnhöfe Wickrath, Herrath und Rheindahlen sind im Gespräch, werden aber mit großer Wahrscheinlichkeit erst nach 2014 angeschafft.

Sicher hingegen ist die Schaffung der Stelle für einen Mobilitätsbeauftragten. Dieser wird unter anderem die Aufgabe haben, das total veraltete Fahrradnetz unserer Stadt neu zu planen. Der ADFC Mönchengladbach beschäftigt sich derweilen damit, ein Knotenpunktsystem für Mönchengladbach zu planen. Hierzu sollen mit Hilfe der Mönchengladbacher Bürger im nächsten Jahr Vorschläge für neue Knotenpunkte gesammelt werden.

Zu guter letzt haben wir erfahren, dass die Hindenburgstraße mal wieder ein neues Straßenpflaster erhalten soll. Nach dem die Arbeiten an den Arcaden abgeschlossen wurden, soll die Hindenburgstraße asphaltiert werden. In diesem Zusammenhang setzt sich der ADFC Mönchengladbach dafür ein, die Hindenburgstraße für Fahrradfahrer frei zu geben.

Unter´m Strich lässt sich sagen, dass sich vieles in die richtige Richtung entwickelt und wir uns darüber freuen können, das sich trotz leerer Kassen etwas tut. Nichts desto trotz bleiben wir an den oben beschriebenen Punkten dran und werden den ständigen Kontakt mit der Stadtverwaltung und Politik suchen.

Wir sind guter Hoffnung, dass sich diese Entwicklung im nächsten Jahr weiter fortsetzt und schauen optimistisch ins neue Jahr.


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