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Neue Bahntrasse für Radfahrer in Essen

13.06.10
Kategorie: Aktuelles, Duisburg, Essen, Verkehr

Rheinische Bahn startet am Uni-Viertel und schließt gleichzeitig Lücke in Essener Erlebnisroute „West“

Ein neuer regionaler Radweg vollendet städtische Erlebnisroute: Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat den ersten Abschnitt der Rheinischen Bahn vom Park am Essener Uni-Viertel bis zur Mülheimer Stadtgrenze zu einem kombinierten Rad- und Wanderweg ausgebaut. Zeitgleich wird mit dem ersten Abschnitt der Rheinischen Bahn die Route West von Grün und Gruga Essen geschlossen und eröffnet. Die Route West ist eine von insgesamt drei städtischen Erlebnisrouten, die Grün und Gruga Essen zum Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 für Radler freigibt. Die Rheinische Bahn wird später die Essener und die Duisburger Universität miteinander verbinden.

NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg, RVR-Direktor Heinz-Dieter Klink, Essens Bürgermeister Rudolf Jelinek, Baudezernentin Simone Raskob und RVR-Bereichsleiter Umwelt Ulrich Carow haben heute (18. Juni 2010) den ersten Teilabschnitt der Rheinischen Bahn und die Route „West“ für die Bevölkerung freigegeben. Das Projekt ist eine erfolgreiche Kooperation von RVR und Stadt Essen. Sie zeigt, wie sich regionaler und kommunaler Radwegebau sinnvoll ergänzen.

Neue Brücke an der Segerothstraße als Startpunkt der Rheinischen Bahn im Uni-Viertel

Die Fahrt über die Rheinische Bahn per Rad beginnt an der Segerothstraße. Dort ist  nach den Entwürfen des Architekturbüros Halfmann aus Köln ein komplett neues, 35 Meter langes Brückenbauwerk entstanden. Auf der rund fünf Kilometer langen Strecke vom Essener Uni-Viertel über Altendorf bis nach Schönebeck an der Stadtgrenze zu Mülheim sind zudem sieben Brücken instand gesetzt worden. An einigen Bauwerken sind noch Restarbeiten zu erledigen. Die durchgehende Befahrbarkeit der Strecke, die weitgehend auf einem Bahndamm verläuft, ist gewährleistet. Die Dammlage ermöglicht Radfahrern weite Einblicke in die angrenzenden Areale wie das neue ThyssenKrupp-Quartier.

Die Kosten für den ersten Abschnitt belaufen sich auf rund zwölf Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen und die EU fördern das Projekt im Rahmen des Ökologieprogramms Emscher-Lippe (ÖPEL) zu achtzig Prozent. Weitere zwanzig Prozent sind Eigenmittel des RVR. Die Planungen und Abstimmungen mit der Deutschen Bahn für den nächsten Bauabschnitt der Rheinischen Bahn auf Mülheimer Stadtgebiet laufen bereits.

Aller guten Dinge sind drei - Route West ist der dritte Rundkurs von Grün und Gruga Essen im Kulturhauptstadtjahr 2010

Nach der Eröffnung der Route Süd im April und der Route Nord im Mai 2010 eröffnet Grün und Gruga Essen die Route West. Sie ist ein 13 Kilometer langer Rundkurs durch die Stadt und verbindet überwiegend abseits von Straßen Grünräume mit Kulturstätten wie dem Museum Folkwang und der Philharmonie Essen. Ein wichtiges Teilstück der Route ist der bereits bestehende Rad- und Gehweg Gruga/Mülheim-Heißen, über den man beispielsweise den Grugapark, die Gartenstadt Margarethenhöhe sowie die Grünflächen entlang des Borbecker Mühlenbachs erreicht. Zur Vervollständigung des Rings zwischen Innenstadt und Stadtgrenze Mülheim dient der neue Abschnitt der Rheinischen Bahn des Regionalverbandes Ruhr.

Im kostenlosen Flyer zur Route West befinden sich neben der ausgeschilderten Strecke auch Hinweise zu Unterkünften, Fahrradservicestationen und weitere touristische Informationen. In der Tourismuszentrale, im Rathaus, bei den Bürgerämtern, den Radstationen der Neuen Arbeit der Diakonie sowie in vielen Hotels und im Infoladen des ADFC Duisburg sind die Flyer erhältlich. Des Weiteren kann die Übersichtskarte als GPS-Datei und als PDF unter www.essenerfahren.de heruntergeladen werden. Fahrräder können bei der Radstation der Neuen Arbeit der Diakonie oder bei Revierrad ausgeliehen werden. Die ausgeschilderte Wegstrecke der Route West wird in den Radroutenplaner NRW aufgenommen.

Die drei Erlebnisrouten für Radfahrer und Wanderer zeigen den Besuchern und Bewohnern der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 die vielgestaltigen Gesichter der Stadt. Sie verknüpfen attraktive und markante Sehenswürdigkeiten wie Museen, Parks, Wasserflächen, Aussichtspunkte, prägnante Bauwerke und Stadtteile. Die Rundkurse weisen keine besonderen Schwierigkeitsgrade oder Steigungen auf und verlaufen überwiegend abseits des Straßenverkehrs. Mit einer Länge von 10 bis 18 Kilometern erfordern sie für den ungeübten Radfahrer ohne Pausen einen Zeitbedarf von drei bis vier Stunden.

Arbeitsmarktprojekt „ESSEN.Neue Wege zum Wasser“ baut städtisches Radwegenetz weiter aus

Essen hat in den vergangenen Jahren einen beachtlichen Zuwachs an Radwegen durchs Grüne und am Wasser aufzuweisen. Die Trassen führen insbesondere über alte Bahnstrecken, die meist durch den RVR als Rad- und Wanderwege ausgebaut wurden. Seit August 2009 erfreut sich die Wasser Route, die das neue Emschertal mit dem Ruhrtal verbindet, sehr großer Beliebtheit.

Das Radwandersystem entsteht über das Handlungsprogramm „ESSEN.Neue Wege zum Wasser“. Dieses Programm zur Entwicklung von Freiräumen ist ein Projekt des Essener Konsens. Alle Arbeiten werden als ein kommunales arbeitsmarktpolitisches Projekt zur Beschäftigung, Qualifizierung und Integration von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt durchgeführt. Dies geschieht unter fachlicher Anleitung und in enger Kooperation zwischen Grün und Gruga Essen und der Arbeit & Bildung Essen GmbH (ABEG). Bei den Arbeiten werden auch Partner und Firmen aus der Region projektbezogen eingebunden.

Informationen zum Radfahren in der Metropole Ruhr und in Essen unter www.radtouren.metropoleruhr.de und www.essenerfahren.de


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